Lichtkunst und Lichtinstallationen

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. In einer ehemaligen Brauerei haben auf ca. 2.400 m² elf der international renommiertesten Lichtkünstler eine speziell für hier kreierte Installation inszeniert. In den 10 Meter unter der Erde gelegenen Kühl- und Lagerräumen wird die Mehrzahl  von der ständigen Sammlung belegt. Ein anderer Teil enthält Wechselausstellungen, die zweimal im Jahr stattfinden.

Las Vegas ist wohl einer der bekanntesten Orte mit grandioser Fassaden- und Effektbeleuchtung. Auch die Inneneinrichtungen und deren Beleuchtungsausstattung stehen dem nicht nach.

LED-Lampen erobern die Lichtkunst
Carsten Höllers Light Wall IV wurde zuerst 2007  in der National Gallery of Canada, Ottawa gezeigt. Dieses Werk ist Teil einer Serie von in sich variablen, mindestens neun Paneele großen Lichtwänden. Durch regelmäßiges Aufleuchten der Tausenden gleichgeschalteten Lampen in einer Frequenz zwischen sieben und zwölf Hertz lässt das Kunstwerk im Betrachter eine einzigartige körperliche Erfahrung machen, besonders auch durch die Entstehung von Nachbildern. Es wird extrem intensives Licht ausgesendet, das speziell gepulst wird. Auch wenn der Betrachter die Augen schließt, wird er changierende Farbfelder “sehen”.
Dem gegenwärtigen Eigentümer des Werks, der privaten Vanmoerkerke Sammlung im belgischen Oostende, war es bisher nicht möglich, es zu zeigen, da der für die vielen Glühlampen notwendige Starkstromanschluss nicht vorhanden war. Der Künstler entschied sich deshalb, dimmbare LEDs zu verwenden und dadurch konnte der Stromverbrauch drastisch reduziert werden. Da sie auch nicht so viel Wärme abgeben wie die vorher verwendeten Glühlampen, ist es nun auch möglich, längere Zeit zum Betrachten vor der Installation zu verbringen. Dies ist essentiell für ein volles Wahrnehmenserlebnis.

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Lampen und Architektur

Architektur kann durch das richtige Licht in Szene gesetzt werden, wie z.B. Schlösser, die in der Nacht angestrahlt werden und sich dadurch geheimnisvoll aus dem Dunkel hervorheben. Museen, Kirchen, Universitäten und andere alte, bedeutsame Gebäude werden dadurch genauso als besonders wahrgenommen. Natürlich wird dies auch für moderne Bauten genutzt, Flughäfen, Hotels, Ladenketten und Privathäuser, Springbrunnen, Parks und öffentliche Plätze erstrahlen in oft vielfarbigem Licht.

Ziel ist es, die architektonischen Besonderheiten herauszuheben und im Betrachter Gefühle und Gedanken hervorzurufen.

Lichtdecken werden inzwischen gern als innovative und hochmoderne Beleuchtung in Hotels, Banken, Museen und öffentlichen Gebäuden eingesetzt, da sie durch ihre reduzierte Formensprache weder Designtrends noch Leuchtenmoden unterliegen. Sie bestehen aus einer translucenten Diffusorfolie, so dass nur eine leuchtende Fläche wahrnehmbar ist. Sie sind dimmbar und es können die ausgefallensten Lichtsteuerungen angewandt werden.

Die Materialien für die Oberflächen von Lichtflächen müssen vielen Anforderungen gerecht werden, unter anderen Sicherheit und Energiekosten. Um den Stromverbrauch gering zu halten, sind die Materialien so lichtdurchlässig wie möglich. Ist die Oberfläche aber zu lichtdurchlässig, wirkt die Lichtdiffusion nicht mehr gleichmäßig und homogen. Es können auch   Vordiffusoren wie Lochbleche oder Milchglas angebracht werden, so dass ein sanfteres und gleichmäßigeres Licht entsteht. Allerdings wird so die austretende Lichtmenge deutlich geringer. Damit steigt wieder der Stromverbrauch, wenn die Lichtdecke viel Licht ausstrahlen soll.

Bei Lichtwänden werden hingegen andere Materialien verwendet, da andere Anforderungen bestehen. Sie müssen Beschädigungen und Abnutzung trotzen, beispielsweise ballwurfsicher sein.

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Licht in der Anwendung

Leuchtmittel dienen natürlich nicht nur der klassischen Beleuchtung. In erster Linie schaffen durchdachte Lichtkonzepte emotionale Stimmungsmomente für jeden Anlass.

Bekannt ist bestimmt, dass für eine gemütliche Atmosphäre und ein angenehmes Wohlbefinden ein  warmweißes Licht am besten geeignet ist. Dagegen sollte man für das Arbeiten in Küche, Hobby- oder Werkraum lieber Lampen mit neutralweißem Licht vorziehen. Die Qualität und Menge des vorhandenen Lichtes bestimmt unter anderem auch die Qualität der Sehfunktion. Somit ist immer die beste Lichtqualität zu empfehlen.

Eine Lichtplanung sollte also die Funktion der auszuleuchtenden Räume sowie auch die beabsichtigte Wirkung in Betracht ziehen. Die Lichtverteilung spielt dabei hier eine wichtige Rolle.

So verändert beispielsweise die Richtung, von der Licht auf Gegenstände trifft, ihre Erscheinung. Gerichtetes Licht, das sternförmig von einem Punkt ausstrahlt, kreiert stärkere Kontraste, Objekte erscheinen plastischer und markanter. Diffuses Licht ergibt eine eher flächenhafte Lichtverteilung, und damit weniger Kontraste und Schatten. Ein Wechsel zwischen direktem und indirektem Licht schafft Lebendigkeit im Raum.

Die Abstrahlrichtung von Lampen ist verschieden, sie können breit strahlen, rundum strahlen oder gerichtet strahlen. So sollte man sich überlegen, worauf man das Licht lenken möchte und Blendwirkungen vermeiden.

Ausrichtbare Spotlights

Ausrichtbare Spotlights mit sich an der Wand abzeichnenden Lichtkegeln schaffen eine Lichtarchitektur, da die beleuchtete Fläche aufgelöst wird und so etwas Neues entsteht, das über den zweidimensionalen Charakter der Wand hinausgeht. Hier kann man auch mit Farben spielen, da durch deren Anwendung eine gänzlich andere Atmosphäre entstehen kann.

Farben ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und transportieren Bedeutungen. Farben lösen beim Betrachter Gefühle und Assoziationen aus. Sie wirken über 3 Ebenen, Assoziationen, Symbolik  und Schwingungen und Energie.

Objekte können mit Akzentbeleuchtung betont oder Stimmungen so geschaffen werden, ganz nach Belieben. Spezielle Reflektoren, Linsen und Leuchtmittel ermöglichen die genau ausgerichteten Lichtkegel. Durch stilvolle Effektbeleuchtung eines Gartens kann man eine vollkommen neue räumliche Tiefe des Raumes erhalten, aus dem man ihn betrachtet.

Hintergrundbeleuchtung soll Dinge aufmerksamkeitsstark präsentieren, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

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Licht, Lampen, Räume und Mobiliar, was es gibt

Licht interpretiert Räume, macht sie wahrnehmbar und macht sie erlebbar. Das macht es zu einem äusserst wichtigen Dekorations- und Einrichtungselement.
Auch das gestalterische Element von Beleuchtungskörpern hat grossen Einfluss darauf, wie ein Raum wirkt. Für die verschiedensten Beleuchtungsaufgaben stehen heute energieeffiziente, langlebige und spezialisierte Lampen zur Auswahl. Sie unterscheiden sich durch einmal die Art der Lichterzeugung, dann ihre lichttechnischen Eigenschaften, ihre Leistungsaufnahme in Watt und ihre geometrische Bauform.
Für eine angenehme Atmosphäre sollte die Beleuchtung optimal auf die räumlichen Gegebenheiten und die Einrichtung abgestimmt sein. Auch die Farbgestaltung der Umgebung muss berücksichtigt werden.

Kronleuchter im Weinbrenner Saal des Kurhauses in Baden-Baden (Baden-Württemberg, Deutschland), Photo: 3268zauber)

Zum Beispiel kann man mit Spotlampen mit mehreren Strahlern ganz gezielt die Teile eines Raumes bestrahlen, wo man die Helligkeit benötigt, lästige Spiegelungen auf Bildschirmen jedoch vermeiden. Sie lassen sich auch auf Kunstwerke richten, um sie so besonders herauszuheben.Und braucht man zeitweise weniger Licht, kann man manche der Lampen auschalten und spart so auch Strom, im Gegensatz zu einer einzigen grossen Deckenbeleuchtung.
Diese wiederum, wie Kronleuchter, haben eine eher repräsentativen Funktion. Am besten achtet man bei ihnen darauf, dass auch ein Raum zur Verfügung steht, der im Verhältnis zur Grösse des Leuchters steht. Dann können sie ihre Wirkung ästhetisch am besten entfalten.

In Praxen und Büroräumen ist gleichmässige, helle Beleuchtung erforderlich, um die zum Arbeiten benötigten, optimalen Lichtverhältnisse zu schaffen. Dazu kann man mehrere Einzelleuchten, am besten grossflächige Modelle, verwenden, die regelmässig über den ganzen Raum verteilt sind, da ihn dies besser ausleuchtet.
Für Schreibtischleuchten ist es wichtig, dass der Schreibtischlampenkopf flexibel eingestellt werden kann, damit die optimale Ausleuchtung des Schreibtisches gewährleistet ist. Bei Tischlampen die anderweitig verwendet werden, steht wiederum das Design im Vordergrund. Hier ist zu überlegen, ob eine klassische, aussergewöhnliche oder modern elegante Lampe den Raum am besten vervollkommnet.
Stehlampen sind ein stilvoller Blickfang und mit ihnen lassen sich auch Ecken hervorragend ausleuchten. Sie können eine angenehme Atmosphäre herstellen, da sie oft auch dimmbar sind.
In Kinderzimmern sollte man Leuchtmittel mit Splitterschutz verwenden, da Energiesparlampen geringe Mengen an Quecksilber enthalten, das beim Zerbrechen eine Lampe an die Luft gelangen kann.
Bunte Lampen lassen sich gut einsetzen, wenn man farbliche Akzente setzen möchte, beispielsweise in Räumen, die sonst eher monochrom gehalten sind.
Aussenleuchten gibt es in vielen witterungsbeständigen Materialien. Sie können sowohl funktional eingesetzt werden, als auch nachts die Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge im Garten richten, zum Beispiel einen schönen Baum.

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Gesetzliche Richtlinien

Effizienzvorschriften für Haushaltlampen: 2009 bis 2012

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem 1. Januar 2009 dürfen in der Schweiz ausschliesslich Lampen verkauft werden,  die mindestens der Energieeffizienzklasse E entsprechen. Es existieren  Ausnahmeregelungen z.B. für Spezial- und Dekorlampen (für Backöfen und Kühlschränken). Glühlampen der niedrigsten Effizienzklassen F und G sind schon nicht mehr erhältlich.
  • Und seit 1. September 2010 gelten in der Schweiz  nun auch die  EU Vorschriften: Alle mattierten Lampen müssen der Energieeffizienzklasse A entsprechen: normale mattierte Glühbirnen dürfen nicht mehr verkauft werden. Klarglaslampen von 75 Watt und mehr müssen mindestens die Energieeffizienzklasse C erzielen.
  • Ab dem 1. September 2011 müssen Klarglaslampen mit einer Leistungsaufnahme von 60 Watt und mehr mindestens die Energieeffizienzklasse C erreichen.
  • Vom 1. September 2012 an wird  dann die Effizienzklasse C für alle Klarglaslampen verlangt, was bedeutet, dass keine Glühbirnen mehr erhältlich sein werden.

Diese Richtlinien betreffen gemäss Verordnungstext das „Inverkehrbringen“ der Lampen. Das bedeutet, dass Lampen, welche die beschriebenen Mindestanforderungen nicht  erzielen, nicht mehr verkauft werden dürfen. Häusliche Vorräte dürfen natürlich  weiter verwendet werden.

In welchem Dokument sind die Anforderungen niedergelegt?
Die Anforderungen betreffend die Energieeffizienz von Lampen sind in der Energieverordnung im Anhang 2.3  beschrieben. Dieser Anhang hat den Titel „Anforderungen an die Energieeffizienz von netzbetriebenen elektrischen Haushaltslampen (Lichtquellen)“. Unter  Ziffer 1 wird der Geltungsbereich für die
Energieetikette sowie für die Mindestanforderungen im Bereich Haushaltlampen beschrieben. Unter Ziffer 2 werden die Anforderungen und bestimmte Einschränkungen dargelegt.
Im Internet kann der Anhang 2.3 der Energieverordnung auch als pdf-File heruntergeladen werden:
http://www.bfe.admin.ch/energie/00572/00574/01642/index.html?lang=de&dossier_id=03132

Gibt es Ausnahmeregelungen?
In den Richtlinien wird genau angegeben, welche Lampen von den Anforderungen ausgenommen sind.
Zum Beispiel gelten die neuen Mindestanforderungen nicht für:

  • Reflektorlampen;
  • Lampen, die hauptsächlich für den Einsatz mit anderen Energiequellen (z.B. Batterien) gedacht sind;
  • Lampen, die nicht in erster Linie für die Erzeugung sichtbaren Lichts vermarktet werden (z.B. Wärmelampen für Terrarien oder den Gastronomiebereich);
  • Lampen zur Verwendung in Geräten, deren Hauptanwendungsbereich nicht die Lichterzeugung ist (z.B. Lampen für Backöfen oder Kühlschränke);
  • Dekorationsglühlampen mit einer Leistungsaufnahme unter 60 Watt (d.h. farbige Lampen, Lampen mit dekorativer Glühwendel oder Lampen in dekorativen Formen);
  • Soffittenlampen für den Ersatzbedarf.

Die Ausnahmeregelungen für Dekorations- und Soffittenlampen sind als Übergangslösungen anzusehen.
Es ist  abzusehen, dass die Mindestanforderungen bald auch auf die Dekorations-
und Soffittenlampen angewandt werden.

Wie geht es weiter?
Mit dem vom Bundesrat am 24. Juni 2009 beschlossenen Vorgehen werden die klassischen Glühbirnen ab dem 1. September 2012 nicht mehr im Verkauf erhältlich sein. Danach müssen mattierte Lampen der Energieeffizienzklasse A und alle klaren Lampen mindestens der Energieeffizienzklasse C erreichen.
Handelsübliche Halogenlampen entsprechen meistens den Klassen D oder C, die effizientesten sogar der Klasse B. Alternativen zu Glühbirnen sind also Energiesparlampen
(überwiegend Energieeffizienzklasse A) und Halogenlampen mindestens der Energieeffizienzklasse C.

Energetischer und finanzieller Nutzen

Ein wichtiger Beitrag zur Reduktion des Elektrizitätsverbrauchs
In der Schweiz beläuft sich der Anteil der Beleuchtung am Elektrizitätsverbrauch auf 14%. Pro Jahr werden  in der Schweiz 8 Milliarden kWh Strom verbraucht und dafür 1.2 Milliarden Franken ausgegeben.
Bei den Lampen für den häuslichen Bereich gibt es verschiedene Alternativen zur klassischen Glühlampe, welche die Energie weit besser nutzen (Energiesparlampen verbrauchen verglichen mit normalen Glühlampen etwa 80% weniger Strom; für farbige Lampen und gerichtetes Licht ist die LED-Technologie eine Alternative).
Darum  macht es Sinn, die Verbreitung der effizienteren Alternativen zur Glühlampe zu fördern. Die gegenwärtig erhältlichen Energiespar- und Halogenlampen schaffen es bereits, die Lichtfarbe, Dimmbarkeit usw. von Glühlampen ohne Komforteinbussen zu erreichen.

Wirtschaftlichkeit
Die Kosten beim Kauf einer Energiesparlampe sind deutlich höher als die für eine klassische Glühlampe. Allerdings wird das durch die deutlich längere Lebensdauer und den geringeren Stromverbrauch mehr als ausgeglichen.
Wenn zum Beispiel in einem Zimmer eine 12- Watt- Energiesparlampe statt einer 60-Watt-Glühlampe verwendet wird, werden über 6 Jahre hinweg bis zu 70% der Gesamtkosten eingespart.

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Erfinder im Detail, zeitliche Abfolge

1808 erfand der englische Chemiker Humphry Davy das Bogenlicht.

1820 machte Warren De la Rue den ersten bekannten Versuch, eine Glühlampe herzustellen. Sie bestand aus einem Platinwendel in einem luftleeren Kolben, die Idee war, dass der hohe Schmelzpunkt von Platin eine hohe Betriebstemperatur erlauben würde und im Vakuum wenig Gasmoleküle zur Reaktion bereitstünden, um so Langlebigkeit  zu erzielen. Dies funktionierte auch, allerdings war Platin durch die hohen Kosten für eine kommerzielle Herstellung ungeeignet.

1841Frederik de Moleyn experimentierte damit, den Draht in einer halbwegs luftleer gepumpten Glocke unterzubringen, um sein schnelles Ausbrennen  zu verhindern.

1854 kreierte der Ingenieur, Uhrmacher und Optiker Johann Heinrich Chr. Conrad Goebel eine der ersten Glühlampen mit verkohlten Bambusfasern, was auch später in einem Prozess gegen Edison bestätigt wurde. Allerdings war er noch durch das Fehlen von zuverlässigen Energiequellen behindert, und auch er hatte Schwierigkeiten, das benötigte Vakuum zu erzeugen und benutzte so die beim Barometerbau übliche Technik, die Glaskolben mit Quecksilber zu füllen, um sie so zu entlüften.

1879 entwickelten Thomas Alva Edison und Wilson Swan unabhängig voneinander die erste Glühlampen, die relativ langlebig und deren Kohlenstoffglühfaden kommerziell preiswert herstellbar waren. Swans Kohlefaden hatte zuerst einen Durchmesser von einem Millimeter und verbrauchte so wesentlich mehr Strom als die Edison-Lampe. Er startete als erster die Herstellung von Glühlampen in kommerzieller Produktion und gründete in London die SWAN-Electric-Light-Company Ltd., in der er seine Lampen, bald mit einem dünneren Leuchtfaden, herstellte und vertrieb.

1880 experimentierten Werner von Siemens und sein Sohn Wilhelm mit verschiedenen Materialien, wie z.B. Metallen, Zellstoff- und Baumwollfäden. Und so gründeten sie 1882 die älteste Glühlampenfabrik in Deutschland, Siemens & Halske (S&H). 1903 versuchten sie es mit Tantal, dies konnte mit höheren Temperaturen betrieben werden und verdampfte langsamer.

1884 erdachte von Hefner-Alteneck die Amylazetat-Lampe und 1898 wurde die sogenannte “Hefner- Lampe”  dann als Einheit für Lichtstärke eingeführt.

1886 erfand Karl Auer von Welsbach das Gasglühlicht, bei dem ein aus Zirkonoxid und Lanthanoxid angefertigter Glühstrumpf  durch eine Bunsenflamme sehr heiss erhitzt wurde und bei hellerer Flamme sogar weniger Gas verbrauchte. Er verlegte sich später auf die Entwicklung von Glühlampen und benutzte dafür 1898 Osmium als Glühfadenmaterial, was aber zu spröde war und somit nicht zu Drähten gezogen werden konnte, sondern es wurden Fäden gespritzt, die allerdings nicht wirklich dünn genug hergestellt werden konnten und auch sehr erschütterung- und spannungsempfindlich waren.

1898 stellte Prof. Dr. Walther Nernst. eine Lampe her, in der ein Stäbchen aus einem Gemisch feuerfester Oxyde zum Glühen gebracht wurde und  die sehr gleichmäßig und fast weiß brannte. Leider war nach dem Einschalten immer eine geraume Anwärmzeit erforderlich, und so wurde sie  mit dem Aufkommen der Osmium-, dann Tantal- und später Wolframlampen verdrängt, trotzdem sie für mehrere Jahre in Massenproduktion ging.

1906-10 begann William Coolidge dann mit Wolframlegierungen zu arbeiten, die sich durch ihre Stärke, Flexibilität und den hohen Schmelzpunkt als sehr geeignet erwiesen.

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Zukunftsentwicklungen in der Beleuchtungsindustrie

Zinkoxid- Dioden sind eine neue Generation von Leuchtdioden, sie sind völlig ungiftig und lassen sich einfach, kostengünstig und grossflächig produzieren. Sie bestehen aus ultrafeinen Zinkoxid-Nanodrähten (NaZOLED) und können sichtbares sowohl wie UV- Licht emittieren. Nach ausführlichen Labortests wird jetzt die Markteinführung vorbereitet. Die Anwendungsbereiche wären Optoelektronik, Photovoltaik, Wasserreinigung und -entkeimung und auch die allgemeine Beleuchtungstechnik. Von Vorteil ist, dass der neue Herstellungsprozess keine technisch aufwändigen Beschichtungs- oder Vakuumanlagen benötigt.

OLEDs, organische Leuchtdioden, könnten durchaus die Zukunft der Beleuchtungsindustrie revolutionieren, als papierdünne, ja sogar biegsame Lichtquellen für alle möglichen Oberflächen, als Beschichtungen für Fenster und Wände mit der Möglichkeit, an beliebiger Stelle einen Bildschirm erscheinen zu lassen, sowie flexible Bildschirme und elektronisches Papier.

Sie sind sehr flache, filmartige und selbstleuchtende Bauelemente, die aus halbleitenden organischen Materialien bestehen, welche beim Anlegen einer Spannung in den verschiedensten Farben leuchten können.  Allerdings sind die Dioden sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und Sauerstoff und müssen daher gut verkapselt werden.

Sie kommen anders als die herkömmlichen Flüssigkristallbildschirme ohne  Hintergrundbeleuchtung aus, was eine enorme Dünne des Bildschirms zulässt. Sie bieten grosse räumliche Tiefe, einen hohen Kontrast bei geringem Energieverbrauch, eine extrem kurze Reaktionszeit und ein vergleichsweise sehr geringes Gewicht. Während LCDs nur als farbige Filter fungieren, emittieren OLEDs farbiges Licht, was eine bessere Farbdarstellung ermöglicht. Auch benötigen sie weniger Energie, weswegen OLED-TV-Geräte weniger warm werden als LCD- Bildschirme, bei denen ein Großteil der für die Hintergrundbeleuchtung benötigten Energie in Wärme umgesetzt wird. Durch den geringen Energiebedarf können OLEDs auch in kleinen, tragbaren Geräten verwendet werden, beispielsweise Notebooks, Handys und MP3- Playern.
Video ueber OLED als papierdünne Lichtquelle

Flexibler OLED- Bildschirm   (Photo: nDevilTV)

Flexibler OLED- Bildschirm (Photo: nDevilTV)

Optoelektronik, die Kombination von optischen und elektronischen Elementen, verspricht ein weiterer Fokus in der Lichttechnik zu werden, ganz besonders seit den enormen Entwicklungen auf dem Gebiet der LEDs in der Lichtversorgung. Z.B. in der Medizintechnik (Diagnostik, Therapie), der Fototechnik (Kamerabeleuchtung, Displaychips), der Automatisierungstechnik (Punktstrahler) und der Sicherheitstechnik (Sensoren, Scheinwerfer), in zigarettenschachtelkleinen Beamern sowie Projektoren für Digitalkameras oder auch Personalcomputern wird diese Technologie angewandt.

Der Umweltschutz ist schon jetzt ein wichtiger Faktor, die konsequente Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen, sowie konsequentes Recycling werden immer wichtiger.

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Von der Glühlampe zur LED

Glühlampen setzen nur etwa 4-6 Prozent der elektrischen Energiezufuhr in Licht um, der Rest wird als Wärme abgegeben und es wird weiterhin geforscht, um Leuchtmittel mit einer besseren Energieeffizienz herzustellen.

Leuchtstofflampen besitzen Kathoden, die bei Stromfluss Elektronen emittieren und im  gasgefüllten Inneren bringt das entstehende UV- Licht die Beschichtung der Innenwände zum Fluoreszieren. Diese Leuchten haben eine höhere Energieeffizienz als herkömmliche Glühlampen, sie sparen im Vergleich 70 bis 85% mehr Energie, besitzen eine sehr lange Lebensdauer, sind aber nicht für häufiges Ein- und Ausschalten geeignet, da die Kathoden dann zu schnell verschleissen. Wegen des Quecksilbers in der Röhre und der Beschichtung müssen sie sorgsam recycelt werden. Auch strahlen sie eine grössere Menge sogenannten Elektrosmog aus.

Halogenglühlampen sind eigentlich eine Variation herkömmlicher Glühlampen. Sie bestehen aus einem Quarzglaskolben, der der hoher Hitze und dem  stärkerem Druck widerstehen kann, die durch die Interaktion des wolframhaltigen Glühfadens und den schweren Edelgasen erzeugt werden, mit denen die Lampe befüllt ist. Sie finden vielseitig Anwendung, zum Beispiel als Rotlicht und Heizlampen für Industrie, Landwirtschaft und auch im therapeutischen Bereich, als Linienlampen, die gern mit Leuchtstofflampen verwechselt werden und als Heizlampe in Xerox- Kopierern und Laserdruckern. Für Fahrzeugscheinwerfer nutzt man, dass sie mit Glühfäden unterschiedlicher Leistung bestückt werden können und durch ihre grosse Helligkeit sind sie als Projektionslampen hervorragend geeignet.

Leuchtdioden (LED = engl. light emitting diodes) haben eine sehr gute Lichtausbeute und so werden sie immer mehr eingesetzt, z.B. in der Automobilindustrie als  Scheinwerfer und für Wohnraumbeleuchtung. Speziell ist, dass sie in fast allen Farben des Lichtspektrums hergestellt werden können. Anfänglich war die Lichtausbeute von einer einzelnen LED nicht ganz so hoch wie die einer Glühlampe, aber inzwischen wurden ultrahelle LEDs entwickelt. Bei gleicher Helligkeit verbrauchen sie weniger Energie, entwickeln weniger Wärme, sind weniger empfindlich, besitzen eine sehr kurze Reaktionszeit und eine wesentlich längere Lebensdauer als Glühlampen. Sie sind sehr kleine Lichtquellen, sodass sie auch eine minimalistischere Bauweise von den Geräten ermöglichen und lassen sie sich hervorragend dimmen, was sie immer interessanter für die Verwendung im Wohnbereich macht.

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Geschichte der künstlichen Beleuchtung/Lichtquellen

Fackeln sind neben dem offenen Feuer wohl als die erste Form der künstlichen Beleuchtung anzusehen.

Seit ungefähr 500 BC wurde dann die Öllampe verwendet, ein in Fette, Öle oder Wachs getauchter Docht brannte in einem Gefäss und bot so erstmals eine gezähmte Lichtquelle.

Bald darauf gab es Kerzen, die ja bis heute gerne genutzt werden, wenn sie auch damals eher den Reichen vorbehalten blieben.

Die Argand- Lampe entstand 1783/4, ihre Form ist wohl jedem von der klassischen Petroleumlampe bekannt, ein Glaszylinder mit Drehmechanismus für den Docht. Damit konnte nicht nur die Helligkeit des Lichtes geregelt werden, es wurde auch durch für eine sauberere Verbrennung gesorgt. Petroleum ersetzte daraufhin langsam die bisher verwendeten organischen Öle.

1862 entstand Friedrich Wöhlers Karbidlampe, er stellte aus gebranntem Kalk Acetylengas her, was sehr hell leuchtet und daraufhin als Grubenlampe, Fahrzeugscheinwerfer, Bahnlampen und Zimmerbeleuchtung Verwendung fand. Da es aber unvollständig und mit starkem Geruch verbrannte, stieg man bald auf das geruchlosere Steinkohlegas um. Dieses benötigte ein Leitungssystem und so entstand erstmalig ein weitreichendes Versorgungsnetz, das in den Anfängen des elektrischen Lichtes diesem noch eine ganze Weile Konkurrenz machte. Besonders, da nach Weiterentwicklung der offenen Gasflamme zum Glühlicht mit einem Thorium- Cer-Glühstrumpf übergegangen wurde, weil diese ein noch helleres, aber auch heisseres Licht aussendete. Die daraus entstehende Feuergefahr war eine der Motivationen, weiter nach sichereren Beleuchtungsquellen zu forschen.

1808 entwickelte der englische Chemiker Humphry Davy das Bogenlicht, er benutzte eine starke Batterie, um einen Stromfluss zwischen zwei Kohlestäben herzustellen. 1878 kam die auf dem gleichen Prinzip beruhende Jablochkoff’sche Kerze auf, sie wurde allerdings nur kurze Zeit für öffentliche Beleuchtung genutzt, da ihr Licht einmal zu hell war und sie zum anderen nur etwa 1-2 Stunden lang leuchten konnte.

Thomas Alva Edison entwickelte 1879 einen langlebigen Glühfaden aus Bambuskohlefasern für die elektrische Glühlampe und schaffte es, durch ein kommerzielles Erzeugungs- und Verteilungssystem ein allgemein nutzbares elektrisches Beleuchtungssystem zu kreieren.

Bald darauf fing man an, Metallfäden in den Glühlampen zu benutzen, verschiedene Materialien wurden ausprobiert, bis sich die auch heute noch verwendeten Wolframlegierungen mit ihrer längeren Lebensdauer und hellerem Leuchten durchsetzten.

Als sich dann auch langsam die Kosten für Stromproduktion und -versorgung senkten, setzte sich bis Mitte des letzten Jahrhunderts die elektrische Beleuchtung gänzlich durch. Nun konnte man 24 Stunden am Tag alles hell beleuchten und so begann die Veränderung des Rhythmus unserer Gesellschaft. Sicheres Licht für Wohnbereiche, beleuchtete Strassen und auch Nachtarbeit eröffnete zahlreich neue Möglichkeiten.

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